Kreditrate bei der Baufinanzierung, was ist die richtige Höhe?

Kreditrate bei der Baufinanzierung

Die passende Kreditrate bei der Baufinanzierung will wohlüberlegt sein.

Viele Kreditnehmer und auch die Banken beschäftigen sich besonders im Zuge der Immobilienfinanzierung unter anderem auch mit der Frage, wie hoch die Kreditrate sein sollte. Denn immerhin muss der Kreditnehmer die Raten nicht selten über einen Zeitraum von 20 Jahren oder noch länger zahlen. Daher ist es extrem wichtig, dass die Rate einerseits nicht zu hoch angesetzt wird, aber zum anderen auch ermöglicht, dass der Kredit möglichst schnell abbezahlt werden kann. Da die Einnahmen- und Ausgabenverhältnisse sowie die Eckdaten des Immobilienkredites natürlich bei jedem Kunden anders sind, kann man die Frage nach der „idealen“ Höhe der Darlehensrate auch nicht pauschal beantworten.

Vielmehr muss in jedem Fall stets eine individuelle Berechnung erfolgen, um dann schließlich herausfinden zu können, welche Kreditrate im Zuge der Baufinanzierung sinnvoll sein kann.

Die Einnahmen- und Ausgabenrechnung als Basis zur Berechnung der Kreditrate

Um die „richtige“ Höhe der monatlichen Kreditrate berechnen zu können, muss der Kreditnehmer zunächst einmal wissen, welche Raten er sich „leisten“ kann. Um dies herauszufinden, ist das Erstellen einer Einnahmen- und Ausgabenrechnung sehr sinnvoll, denn mit dieser Berechnung lässt sich das frei verfügbare Einkommen ermitteln. Dieses frei verfügbare Einkommen ist wiederum identisch mit der Kreditrate, die man dann maximal im Monat zahlen kann. Um das frei verfügbare Einkommen zu ermitteln, müssen die regelmäßigen Ausgaben den monatlichen Einnahmen, also in der Regel dem Gehalt, gegenübergestellt werden.

Wichtig ist bezüglich der Ausgaben zu beachten, dass hier nicht nur monatliche Ausgaben wie Miete oder Strom aufgeführt werden, sondern auch Ausgaben beachtet werden, die zum Beispiel nur jährlich anfallen. Das ist beispielsweise bei Versicherungsbeiträgen der Fall, dies dann ebenfalls auf den Monat „umgerechnet“ werden sollten. Ist das frei verfügbare Einkommen auf diese Art und Weise ermittelt worden, sollte man sich in einem zweiten Schritt überlegen, wie viel „Puffer“ man noch als Abstand zur Kreditrate haben möchte.

Beträgt das frei verfügbare Einkommen zum Beispiel 1.000 Euro im Monat (natürlich inklusive der bisherigen Miete, die dann ab dem Erwerb oder Bau der Immobilie wegfällt), so sollte die Kreditrate keinesfalls ebenfalls 1.000 Euro betragen. Sinnvoller wäre es, wenn die Rate zum Beispiel auf maximal 800 Euro pro Monat beschränkt wird. Denn dann ist immer noch ein Spielraum für eventuelle nicht vorhersehbare Ausgaben vorhanden. Zudem muss man natürlich auch beachten, dass sich die Kreditrate nach Ablauf der Zinsbindungsfrist in der Zukunft erhöhen kann, falls die Hypothekenzinsen angestiegen sind.

Die exakte Berechnung der monatlichen Kreditrate bei der Baufinanzierung

Mit dem zuvor ermittelten frei verfügbaren Einkommen und dem erwähnten „Sicherheitspolster“ hat man eine wichtige Zahl ermittelt, nämlich wie hoch die Kreditrate maximal sein darf. Auf Basis dieser Vorgabe lässt sich nun unter Einbezug von Darlehenssumme und Zinssatz ermitteln, welche Laufzeit man für den Immobilienkredit einkalkulieren muss. Kommt bei der Berechnung zum Beispiel eine Laufzeit von 15 Jahren heraus, so kann der Kreditnehmer sich natürlich alternativ dafür entscheiden, diese schon relativ kurze Laufzeit zu „verlängern“. Der Vorteil wäre hier, dass die monatliche Kreditrate geringer ausfallen kann und somit noch etwas mehr „Luft“ vorhanden wäre. Es gibt aber natürlich auch viele Kreditnehmer, die das Darlehen so schnell wie möglich abzahlen möchten. In dem Fall könnte die ermittelte Kreditrate natürlich dann auch beibehalten werden.

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